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Education is a life and a Science of Relations

Wir lernen durch ideen und Beziehungen

Um lernen zu können, soll ein Kind mit dem Lerngegenstand in Beziehung treten können. Dabei wird es diesen untersuchen, beobachten, erforschen und sich darüber austauschen wollen. Lernen geschieht, wenn das Kind zum Denken angeregt wird, die Ideen und Zusammenhänge im Lerngegenstand entdeckt, diese mit seinem Vorwissen verbinden und einen Alltagsbezug herstellen kann. Ziel sollte es also sein, den Lerngegenstand wirklich zu verstehen; fürs Leben zu lernen und nicht, um eine Prüfung zu meistern oder andere zu übertreffen.

Damit diese Art des Lernens erfolgen kann, ist das Lernangebot entscheidend: Ein Kind soll nicht mit blossen Informationen und Fakten, sondern mit gehaltvollen Inhalten versorgt werden. Charlotte Mason verwendet dafür den Begriff "Ideas", welcher am ehesten mit Ideen, Gedanken, Zusammenhängen übersetzt werden kann.

Reichhaltige Materialien nennt Charlotte Mason "Living Books" – lebendige Bücher. Durch diese kann sich das Kind mit Autoren, Dichtern, Wissenschaftlern, Philosophen, Künstlern, Musikern und Entdeckern vertieft auseinandersetzen.

 

"Wir wissen, dass es ein Vorratshaus der Gedanken gibt, in dem wir alle grossen Ideen finden, welche die Welt bewegt haben. Wir sind vor allen Dingen darauf aus, dem Kinde den Schlüssel zu diesem Vorratshaus zu geben… Wir wünschen, dass die Kinder heranwachsen, um Freude an Büchern zu haben und Erfrischung in ihnen zu finden.“ (Band 1, Home Education)

 

"Wir sind der Ansicht, dass Kinder die 'geistigen Kräfte' besitzen, die es befähigen, alle geeigneten Kenntnisse selbst aufzunehmen. Wir müssen ihnen dieselben in freigebigster Weise vermitteln und nur Sorge tragen, dass der ihnen gebotene Lernstoff lehrreich und lebendig ist, sie also mit 'living ideas' versorgt werden. Erziehung und Bildung (Education) ist die Wissenschaft der Beziehungen, denn ein Kind ist selbst fähig, zu vielen Dingen und Gedanken in Beziehung zu treten. Wir können es z.B. zu körperlichen Übungen, zu Handfertigkeiten anhalten; es in die wissenschaftlichen Fächer, in die Gesetze der Mathematik und in die Kunst einführen; die Liebe zur Natur und zu guten Büchern in ihm wecken... Denn wir wissen: es obliegt uns nicht, Kinder über alles zu belehren, sondern wir sollen ihm vielmehr behilflich sein, ein reiches Beziehungsleben zu vielen Dingen und Gedanken aufzubauen." (Band 3, School Education)

 

So wie eine ausgewogene Ernährung für einen gesunden Körper notwendig ist, ist auch für Lernen und Entwicklung eine reichhaltige, geistige Ernährung (Lernangebot) notwendig.

"Der Geist ist nur fähig, mit einer bestimmten Art von Ernährung umzugehen. Er kann nur wachsen, wenn er mit Ideen genährt wird. Das blosse Informieren wäre für ihn wie eine Mahlzeit für den Körper, die nur aus Sägemehl besteht. Es gibt kein Organ, welches eine solche Mahlzeit verdauen könnte." (Band 1, Home Education)

 

Nicht nur die Beziehung zum Lerngegenstand, sondern auch diejenige zur Lehrperson und den Mitlernenden spielt eine grosse Rolle. Dies steht auch im Zusammenhang mit "Education is an Atmosphere".