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In ein Notizbuch schreiben

Education is a Discipline

Gewohnheiten spielen im Leben und Lernen eine wichtige Rolle 

Das menschliche Gehirn liebt Gewohnheiten und wird durch seine Erfahrung geprägt. Dieser heute unumstrittenen Erkenntnis aus der Hirnforschung gab Charlotte Mason bereits damals Raum in ihrem Erziehungs- und Bildungskonzept. Sehr vereinfacht ausgedrückt: Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene denken und handeln zu einem sehr hohen Prozentsatz «automatisch», aus ihren Gewohnheiten heraus, die sich im Laufe des ihres Lebens gebildet haben. Wir sind so geschaffen und dies ist neurobiologisch begründet.

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«Wir haben aus den Augen verloren, dass Gewohnheiten für das Leben wie Gleise für Lokomotiven sind. Diese Gleise der Angewohnheiten können wohlbedacht, zielgerichtet und sorgsam angelegt werden. Denn Gewohnheiten können wir nicht ausweichen! Wenn wir diese Tatsache ausser Acht lassen und das Leben nicht durch das Bilden von Strukturen und Gewohnheiten erleichtern, werden sich irgendwelche Angewohnheiten willkürlich von alleine festsetzen." (Band 1, Home Education, 1906)

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Charlotte Mason ermutigte Erziehungs- und Bildungsbeauftragte ein Augenmerk auf Gewohnheitsbildung und Routinen zu haben, sich dieses Tools im Lernprozess in Schule und Alltag bewusst zu sein und dieses achtsam anzuwenden.

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Gewohnheiten entstehen durch mehrmalige Wiederholungen, was beim Lernen und im Alltag notwendig, hilfreich und energiesparend ist, aber auch eine gewisse Disziplin braucht.

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Einige Beispiele dazu: Einmaleins üben, Grammatik üben, Schwimmen lernen, Erlernen eines Musikinstrumentes, Fahrradfahren üben, regelmässiges Zähneputzen, Mitmenschen grüssen, Umgang mit Medien, Körperpflege, Körperliche Fitness etc.

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Gewohnheiten kommen zudem auch bei der Charakterbildung zum Tragen. Charlotte Mason nennt einige Beispiele: Dankbarkeit, Respekt, Sorgfalt, Kritisches Denken, Ausdauer, Konzentration u.a.

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«Die Mutter, die sich Mühe gibt, ihren Kindern gute Gewohnheiten zu verleihen, sichert sich glatte und unkomplizierte Tage." (Home Education, Band I, 1906)

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Gewohnheiten werden von Innen und von Aussen aufgebaut. (Siehe: Education Is the Science of Relations, Education is an Atmosphere, Education is an Idea / a Life)

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Kinder «trainieren» zum Beispiel in Charlotte Masons Fach «Nature Study» nicht nur ihre Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe, sondern lernen die Natur, Flora und Fauna kennen und lieben.

Theres Leistner

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